150 Jahre Bahnhofstraße in Mitterteich

Kulturgut für die Nachwelt

Keine "staubige Angelegenheit" wäre die Ausstellung, bemerkte Harald Zottmeier, Leiter der Volksbank-Filiale. Dort widmet sich eine Schau der 150-jährigen Geschichte der Bahnhofstraße - passend zum neuen Buch des Arbeitskreises Heimatpflege.

Noch bis 24. Oktober ist die Ausstellung geöffnet. Sie arbeitet vier Jubiläen auf - 150 Jahre Bahnhofstraße, 150 Jahre Bahnhof, 150 Jahre Kommunbrauhaus und 150 Jahre Dr. Karl Stingl. Die Vernissage begleiteten Celina und Pia Schraml sowie von Vaclav Eichler musikalisch. Zottmeier dankte dem Arbeitskreis Heimatpflege, der die Ausstellung initiiert hatte. Mit der Herausgabe des Buches "150 Jahre 1864 bis 2014" werde Kulturgut für die Nachwelt erhalten. Werner Männer (Arbeitskreis Heimatpflege) stellte die Ausstellung und das neue Buch vor. Er betonte, dass schon vor 150 Jahren die Eisenbahn zur Bedingung gemacht hatte, dass es vom Bahnhof aus einen direkten Zugang zum Markt gibt. Die Bahnhofstraße sei erst mit der Eröffnung des Bahnhofs entstanden. Das Kommunbrauhaus war mit der damaligen Brauerei sogar verbunden und stand der neuen Straße im Weg. Kurzerhand wurde das Brauhaus abgerissen und in der Vorstadt neu erbaut. "Der Eisenbahn verdankt Mitterteich nicht nur die Entstehung der Bahnhofstraße, sondern mit ihr begann auch ein bedeutender wirtschaftlicher Aufschwung."

Beitrag zur Geschichte

Von 1874 bis 1909 wurde die elektronische Beleuchtung in Mitterteich eingeführt, zuvor gab es im Markt nur Petroleumleuchten. 1966 wurde die Bahnhofstraße neu ausgebaut und vor wenigen Jahren umfassend saniert worden. Männer, der an dem Buch seit 2003 schrieb, sprach von einem Beitrag zur Mitterteicher Geschichte. Der Autor ging auch auf ein weiteres Jubiläum ein: Vor 150 Jahren wurde der spätere Reichspostminister Dr. Karl Stingl geboren (wir berichteten). Die Dr. Karl-Stingl-Straße erinnert noch heute an den berühmten Sohn. Bürgermeister Roland Grillmeier dankte dem Arbeitskreis Heimatpflege für die immense Arbeit bei der Erstellung des Buches und bei der Vorbereitung der Ausstellung.

Wichtige Einrichtungen

Bürgermeister Grillmeier nannte das Buch etwas Besonderes und bezeichnete die Bahnhofstraße als wichtig für die Entwicklung der Stadt. "Hier fanden und finden sich wichtige Einrichtungen wieder", sagte Grillmeier und verwies auf die Brauerei und das Kommunbrauhaus. Grillmeier empfahl ausdrücklich die Lektüre des Buches. "Hier ist eine stolze Zeit in der Geschichte unserer Stadt festgehalten. Wir Mitterteicher wussten uns schon immer selber zu helfen".

Bürgermeister Roland Grillmeier überreichte als kleines Dankeschön Zoigl-Sterne an Filialleiter Harald Zottmeier und Direktor Gerhard Ludwig.

 

Quelle: Der Neue Tag vom 06.10.2014