Eine neue, starke genossenschaftliche Regionalbank für die nördliche Oberpfalz

Die Raiffeisenbank im Stiftland eG, die Raiffeisenbank Weiden eG und die Volksbank Nordoberpfalz eG wollen die Zukunft gemeinsam gestalten und prüfen die strategische Option einer Verschmelzung.

Der Zusammenschluss der drei Häuser soll in 2017 erfolgen. Eine Bündelung der Kräfte ist – so die feste Überzeugung der Vorstände und Aufsichtsräte der 3 Kreditgenossenschaften – die richtige strategische Antwort auf die künftigen Herausforderungen.

Alle beteiligten Häuser stehen auf einem wirtschaftlich gesunden Fundament mit ähnlicher geschäftspolitischer Ausrichtung. Durch den Zusammenschluss wird man gemeinsam den aktuellen Rahmenbedingungen wie zunehmender Regulatorik, Niedrigzinspolitik, Digitalisierung und demographischer Entwicklung am besten gerecht.

Mehr Leistung für Kunden

Das wichtigste Ziel der neuen Bank bleibt weiterhin der Erhalt der Kundennähe. Die vorhandenen Gebäude erlauben eine dezentrale Struktur und sichern die Präsenz genossenschaftlicher Finanzdienstleistung in der Region. So werden auch in Zukunft persönlicher Service, qualifizierte Beratung und schnelle Entscheidungen vor Ort gewährleistet sein. Bei vorhandenen Doppelstandorten wird eine Zusammenlegung geprüft. Fusionsbedingt werden keine Filialen geschlossen.

Von der größeren Einheit versprechen sich die drei benachbarten Banken Vorteile für alle Seiten. Thomas Wirth, Vorstand der Raiffeisenbank im Stiftland eG: „Im Mittelpunkt stehen die steigenden Kundenanforderungen an eine moderne Bank. Gemeinsam wird es uns leichter fallen, das zu bewahren, was unsere Kreditinstitute schon heute auszeichnet, sie mit noch individuelleren Angeboten und Beratungsleistungen weiterzuentwickeln und technische Innovationen zügig umzusetzen.“ „Besondere Chancen sehen wir für unseren Mittelstand und unsere Privatkunden durch weitere Spezialisierung in den Bereichen Auslandsgeschäft, Zahlungsverkehr, Private Banking, Vermögens- und Vorsorgeplanung sowie im Immobiliengeschäft. Das starke Warengeschäft und die tschechischen Filialen unserer Bank, der Raiffeisenbank im Stiftland eG, haben auch in der neuen Bank einen hohen strategischen Stellenwert.“

Attraktiver Arbeitgeber

„Für die Mitarbeiter“, so Rudolf Winter, Vorstandssprecher der Volksbank Nordoberpfalz eG, „entsteht durch das größere Haus ein noch attraktiverer Arbeitgeber, der interessante berufliche Entwicklungsperspektiven bietet. Die wirtschaftliche Kraft der Bank ermöglicht langfristig sichere Arbeitsplätze, und junge Menschen profitieren von einem starken Ausbilder. Fusionsbedingte Kündigungen wird es nicht geben.“

Weil Kreditinstitute durch den Gesetzgeber in Deutschland und Europa zudem vor immer neue Herausforderungen gestellt werden, „können wir mit dem Zusammenschluss zu einer neuen, starken genossenschaftlichen Regionalbank diese regulatorischen Anforderungen gemeinsam besser bewältigen und durch die Vermeidung von Doppelarbeiten schließlich auch Kosten senken“, ergänzt Hermann Ott, Vorstandssprecher der Raiffeisenbank Weiden eG. „Das Geld soll lieber dort investiert werden, wo Mitglieder und Kunden profitieren: In qualifizierte Mitarbeiter, Beratungskompetenz, moderne Ausstattung in den Filialen und bei den digitalen Kanälen.“

Gute Vorbereitung

Nachdem in diesen Tagen die Aufsichtsräte der drei Banken in getrennten Sitzungen jeweils einstimmig „grünes Licht“ für weitere Gespräche gegeben haben, werden die Vorstände die nächsten Schritte partnerschaftlich und konstruktiv einleiten. Die Mitgliedervertreter wurden bereits schriftlich benachrichtigt. Das Unternehmenskonzept für die neue Bank wird bis Ende 2016 erarbeitet. Im Frühjahr 2017 werden die Vertreter in regionalen Informationsveranstaltungen darüber informiert. Über ein Zusammengehen sollen dann die Vertreterversammlungen im kommenden Jahr entscheiden.

Im Zuge des Zusammenwachsens werden vor allem die Mitarbeiter der drei Häuser intensiv einbezogen. „Wir wollen in dem Prozess alle Beteiligten Schritt für Schritt mitnehmen“, betonen die Vorstände, „und ein gemeinsames Haus bauen.“

Aus einer Position der Stärke würde mit der Verschmelzung der drei Kreditinstitute eine große und starke genossenschaftliche Regionalbank für den heimischen Wirtschaftsraum entstehen. Das gemeinsame Institut käme aus heutiger Sicht auf eine Bilanzsumme von gut 2,4 Mrd. Euro. Weitere wichtige Kennziffern: über 50 Bankstellen, über 100.000 Kunden (davon 46.000 Mitglieder) und rund 740 Mitarbeiter.

Weiden, 09. Mai 2016

Vorstände und Aufsichtsräte aller drei beteiligten Banken geben einstimmig „grünes Licht". V.l.n.r.: Thomas Ludwig (VB Nordoberpfalz), Winfried Hecht (RB Weiden), Hermann Ott (RB Weiden), Rainer Lukas (VB Nordoberpfalz), Thomas Wirth (RB im Stiftland), Bernhard Wolf (RB Weiden), Rudolf Winter (VB Nordoberpfalz), Josef Schwägerl (RB im Stiftland), Josef Strauß (RB im Stiftland), Harald Gollwitzer (VB Nordoberpfalz).
Vorstände und Aufsichtsräte aller drei beteiligten Banken geben einstimmig „grünes Licht". V.l.n.r.: Thomas Ludwig (VB Nordoberpfalz), Winfried Hecht (RB Weiden), Hermann Ott (RB Weiden), Rainer Lukas (VB Nordoberpfalz), Thomas Wirth (RB im Stiftland), Bernhard Wolf (RB Weiden), Rudolf Winter (VB Nordoberpfalz), Josef Schwägerl (RB im Stiftland), Josef Strauß (RB im Stiftland), Harald Gollwitzer (VB Nordoberpfalz).

Volksbank Nordoberpfalz eG

Direktor Rudolf Winter, Sprecher des Vorstandes

Direktor Thomas Ludwig, Mitglied des Vorstandes

Direktor Rainer Lukas, Mitglied des Vorstandes

Raiffeisenbank im Stiftland eG

Herr Thomas Wirth, Sprecher des Vorstandes

Herr Josef Strauß, Mitglied des Vorstandes

Raiffeisenbank Weiden eG

Direktor Hermann Ott, Sprecher des Vorstandes

Direktor Bernhard Wolf, Mitglied des Vorstandes

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